NEUES AUS DER STARTUP-SZENE

Studie: AplusB-Zentren leisten wichtigen Beitrag zur Stärkung forschungsorientierter Start-ups

Nachhaltige Start-ups schaffen hochwertige Jobs und bringen zusätzliche Wertschöpfung für den Standort. Das zeigt eine aktuelle Wirkungsstudie der AplusB-Inkubationszentren.
Wien. (OTS) – Als Österreichs größtes Inkubatorennetzwerk setzt AplusB wichtige Impulse zur erfolgreichen Entwicklung von forschungsorientierten Start-ups und Spin-offs. Gezielt und flächendeckend werden durch die sechs AplusB-Zentren Maßnahmen gesetzt, um Gründungen in den Bereichen Forschung, Technologie und Innovation zu fördern. In einer aktuellen Studie der Joanneum Research Forschungsgesellschaft wurden die positiven Wirkungen der Zentren nun bestätigt. Finanziert werden die AplusB-Zentren vom Klimaschutz-, Innovations- und Technologieministerium (BMK). Abgewickelt wird die Förderung im AplusB-Scale up-Programm durch die aws.

Die Kernergebnisse der Studie zeigen, die Start-ups aus den AplusB-Zentren sind wirtschaftlich erfolgreicher als vergleichbare Unternehmen ohne Unterstützung und bringen gleichzeitig viele positive Effekte für den Standort. Wie die Erhebung von Joanneum Research zeigt, bestehen 86 Prozent der AplusB-Unternehmen nach den ersten fünf Jahren weiterhin. In der Vergleichsgruppe waren es lediglich 58 Prozent. Die unterstützten Start-ups sind damit nicht nur nachhaltig erfolgreicher, sondern schaffen qualitativ hochwertige Jobs und bringen zusätzliche Wertschöpfung für den österreichischen Technologie- und Innovationsstandort. Im Vergleich zu anderen Unternehmen verfügen die forschungsorientierten Start-ups aus dem AplusB-Programm über eine höhere Exportneigung und erzielen mehr als die Hälfte ihrer Umsätze auf internationalen Märkten. Damit bringen sie zusätzlich Wertschöpfung nach Österreich.

Klimaschutz als Erfolgsfaktor

„Besonders positiv ist neben dem wirtschaftlichen Beitrag vor allem die Ausrichtung der Start-ups und Spin-offs in Richtung Klimaschutz“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. „Für die Unternehmen und für den Standort Österreich sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit ganz besonders wichtige Handlungsfelder. Mehr als 180 Patente haben die AplusB-Start-ups in diesem Bereich angemeldet. Dabei geht es vorrangig um konkrete Technologien zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel. Diese Unternehmen, ihre Technologien und die wichtigen Vorhaben in Sachen Klimaschutz, gilt es weiter konsequent zu unterstützen.“

Wie die Wirkungsstudie weiter zeigt, ist zudem der hohe Forschungsgrad der Unternehmen ein wichtiges Erfolgskriterium der AplusB-Start-ups. Besonders deutlich wird der Fokus auf Forschung und Entwicklung (F&E) mit Blick auf die MitarbeiterInnen: Die F&E-Intensität gemessen an den Arbeitskräften liegt bei 176 Prozent, in der Vergleichsgruppe beträgt dieser Wert hingegen nur 80 Prozent. Der starke Forschungs-Fokus zeigt sich nicht zuletzt aber auch längerfristig am Umsatz: Bereits ab dem vierten Geschäftsjahr haben diese Unternehmen deutlich höhere Umsätze als andere Start-ups.

Finanzierung als größte Hürde
Trotz dieser positiven Bilanz und des großen wirtschaftlichen Potenzials – für 54 der Gründerinnen und Gründer ist der erwartbare wirtschaftliche Erfolg der wichtigste Faktor für die Unternehmensgründung – berichten viele Unternehmen von Finanzierungsschwierigkeiten. Aufgrund des starken F&E-Fokus, den entsprechend längeren Produktentwicklungs-Phasen und der komplexen Produkte, stehen klassische Finanzierungsinstrumente für innovative und forschungsbasierte Start-ups nur unzureichend zur Verfügung.

„41 Prozent der im Rahmen der Wirkungsstudie befragten AplusB-Start-ups haben Finanzierungsschwierigkeiten als größte Hürde bei der Gründung angeführt. In der aktuellen Situation verschärft sich diese Lage noch zunehmend. Für uns zeigt die Studie daher, wie erfolgreich und gleichzeitig wie notwendig die Unterstützung in frühen Unternehmensphasen ist. Als aws sind wir auch in dieser Phase ein wichtiger Partner und unterstützen neben dem AplusB-Scale up-Programm auch mit den Förderungen aws Preseed und aws Seedfinancing“, sagt Edeltraud Stiftinger, aws Geschäftsführerin.

„Spin-Offs, die meist aus der Wissenschaft kommen, verfügen über eine außergewöhnliche Expertise in Ihren jeweiligen wissenschaftlichen Bereichen. Um das volle Potential Ihrer Technologien umsetzen zu können ist aber auch Knowhow im Business-Bereich sowie eine durchgängige Unterstützung essentiell. Die Unterstützungskette von AplusB und aws ist perfekt auf die Bedürfnisse dieser hochtechnologischen Spin Offs abgestimmt und bietet dadurch ein ausgezeichnetes Unterstützungs-Package für die ersten 2-3 Jahre.“ ergänzen Michael Moll und Martin Mössler, Sprecher der AplusB Gemeinschaft.

Die Bedeutung der aws Finanzierungsinstrumente zeigt sich auch bei den AplusB-Start-ups: Rund 70 Prozent der Unternehmen erhalten im Anschluss eine Förderung durch die aws. Dies ist somit ein wichtiger Baustein in der Weiterentwicklung der Unternehmen. Heuer wurden die Mittel für das Förderungsprogramm aws Seedfinancing durch das BMK um EUR 4 Mio. aufgestockt. Damit wird eine zusätzliche Unterstützung geboten und den Unternehmen damit die Möglichkeit eröffnet, Produkte und Services zum Klimaschutz zu leisten. Einreichungen zu den Förderungsprogrammen aws Preseed und aws Seedfinancing sind laufend möglich.

Über Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws)
Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) ist die Förderbank des Bundes. Durch die Vergabe von zinsgünstigen Krediten, Garantien, Zuschüssen sowie Eigenkapital unterstützt sie Unternehmen von der ersten Idee bis hin zum Markterfolg bei der Umsetzung ihrer innovativen Projekte. Die aws berät und unterstützt auch in Bezug auf den Schutz und die Verwertung von geistigem Eigentum. Ergänzend werden spezifische Informations-, Beratungs-, Service- und Dienstleistungen für angehende, bestehende und expandierende Unternehmen angeboten.

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